Jamaica

Kostprobe kultureller Vielfalt

July 05, 2017

Mehr als hundert Jamaikaner kamen mit ihren Familien zum „Kulturcafé“ auf die Logos Hope in Kingston, konnten dort Spezialitäten kosten, kulturelle Darbietungen miterleben und mehr über die 64 Länder erfahren, aus denen die Schiffsmitarbeiter stammen.

Zum Warmwerden mühten sich drei Kinder, die sich freiwillig gemeldet hatten, auf der Bühne mit Augenbinden ab, die Schneckennudeln zwischen die Zähne zu bekommen, die an einer Schnur vor ihnen baumelten. Die Hände durften sie dabei nicht gebrauchen und ihre Anstrengungen wurden vom Publikum mit lautem Gelächter quittiert.

Vier weitere Freiwillige probierten vor dem Publikum vier Spezialitäten aus anderen Ländern – Bolo de Milho aus Brasilien, koreanische Nudeln, Bolon aus Ecuador und Roti Canai mit Curry aus Malaysia – und sollten dann raten, woher das Essen kommt. Glasi Cruz aus Brasilien, YeaSel Jo aus Korea, Adriana Davila aus Ecuador und Shasmita Sarkunan aus Ostasien kamen auf die Bühne, beschrieben das Essen, das sie für das Spiel vorbereitet hatten und erklärten, wie diese Gerichte in ihrem Land normalerweise gegessen werden.

Ein Quiz über Landesflaggen, Feiertage und Traditionen feuerte den Wettbewerb zwischen den Tischen an. Dabei konnte das Publikum mit seinem Wissen über andere Länder punkten und Neues über die Welt dazulernen.

Leanne Pounder aus Großbritannien hatte einen Großteil ihrer Jugend in Asien, dem Nahen Osten und den USA verbracht und erzählte den Teilnehmern offen, wie sie durch ihre multikulturelle Kindheit das Gefühl gehabt hatte, dass sie nirgends wirklich dazugehört. Leanne hatte sich dabei immer darauf verlassen, dass ihre Familie als Konstante sich in ihrem Leben nicht verändert und als diese Konstante sie im Stich ließ, fühlte sie sich verloren. Doch dann hatte sie ihre Identität in etwas gefunden, das größer war als ein Ort oder eine Gruppe von Menschen.

Sheila Forester, die mit ihrer Enkelin dabei war, erzählte, dass sie als Krankenschwester auch in anderen Ländern tätig war. Obwohl sie schon viel gesehen hatte, fand sie den Abend klasse und die Gelegenheit, mehr über die Länder zu erfahren, aus denen die Schiffsmitarbeiter kommen.