Turkey

Gemeindegründung in Tunceli

June 25, 2019

In den letzten drei Jahren besuchten die OM-Mitarbeiter Carla* und Berni* immer wieder die Provinz Tuncelli und beteten, dass dort Menschen zum Glauben an Jesus kommen würden. Doch leider endeten ihre Besuche dort meistens mit einer Enttäuschung.

Tunceli unterscheidet sich von anderen türkischen Gebieten, da es aus religiösen und ethnischen Minderheiten mit christlichen Wurzeln besteht. Mittlerweile sind die meisten Menschen in Tunceli aber alevitische Muslime. Ihre bewegte Geschichte führte dazu, dass die Bevölkerung heute meist agnostisch ist und sich wenig um Jesus kümmert.

Im Jahr 2018 gab es einen kreativen missionarischen Einsatz in Tunceli mit musikalischen Elementen und Theater. Aleviten lieben Kunst und auf wundersame Weise wurden die Genehmigungen für diesen Einsatz erteilt, obwohl das oft mit Schwierigkeiten verbunden ist. Schätzungsweise 600 Menschen versammelten sich, um die verschiedenen Aufführungen zu sehen.

Darunter waren auch fünf oder sechs junge Männer, die sich über die Aufführungen lustig machten. Sie waren Atheisten und scherzten darüber, wie albern es war, dass Christen kamen und in ihrer Region über „Religion“ sprechen. Carla und Berni unterhielten sich fünf Stunden lang mit diesen Männern und diskutierten über verschiedene Argumentationstheorien und Beweise über die Auferstehung Jesus. Die jungen Männer meinten, dass ihre „Dedes“ – Lehrer, die angeblich von Ali, dem Neffen des Propheten Mohammeds, abstammen – sie nicht über solche Dinge lehren würden. Berni lud sie für den nächsten Tag zum Tee ein.

Am nächsten Tag tauchten alle junge Männer auf. Zwei von ihnen erzählten, dass sie Jesus in ihren Träumen gesehen hätten. Daraufhin ließen sie sich beide taufen! Leider zogen sie bald darauf in eine andere Stadt, um an der Universität zu studieren, und so blieb es bei null Christen in Tunceli.

Doch im letzten Monat wirkte Gott Wunder und es gibt mittlerweile zwölf Christen in Tunceli! Es sind so viele, dass sie sich nun einen Raum für ihre Treffen mieten mussten und sie hoffen, dass sie bald 25 Personen beim Sonntagsgottesdienst sein werden! Gott kann das Unmögliche möglich machen!

*Namen geändert