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Aus der Mannschaft: Mit Botschaft zur Rückkehr bereit

September 20, 2019

Als Melisa Balliu aus Osteuropa ihren Schulabschluss machte, wusste sie, dass ein Studium schwierig würde, weil ihre Familie sich das nicht leisten konnte. Sie wollte aber auch nicht in ihren alten Freundeskreis zurück, der einen schlechten Einfluss auf sie ausgeübt hatte, sondern in einer Umgebung mit besseren Werten arbeiten.

Ein Gemeindemitglied schlug ihr die Mitarbeit in einem christlichen Umfeld vor. „Genau dafür hatte ich gebetet“, antwortete Melisa der Bekannten. Diese hatte auf der Doulos mitgearbeitet, und sie schlug vor, dass sich Melisa für eine Mitarbeit auf der Logos Hope bewirbt. „Ich konnte mir ein Studium nicht leisten, und so konnte ich mir auch zwei Jahre auf dem Schiff nicht leisten. Meine Freundin lachte und sagte „Das Geld ist für Gott kein Problem. Wenn er möchte, dass du gehst, sorgt er schon für dich.“ Das erfüllte mein Herz mit Hoffnung“, erinnert sich Melisa.

Während sie noch auf eine Antwort wartete, sprach Gott durch Träume zu ihr. Sie konnte sich in einem Flughafen sehen, wo Menschen Gott in anderen Sprachen lobten. Nach ihrer Bewerbung blieben Melisa nur noch sechs Wochen, in denen sie ihre finanzielle Unterstützung für einen Schiffseinsatz zusammenbekommen sollte. Ihre Eltern, die selbst einen anderen Glauben haben, akzeptierten ihren Wunsch hier mitzuarbeiten, doch sie konnten ihr finanziell nicht helfen und waren skeptisch, dass Melisa das finanziert bekäme.

„Ich habe viel dafür gebetet“, sagte Melisa. Die Bekannte, die in ihrem Land für OM arbeitet, half ihr, in weniger als einem Monat die nötige finanzielle Unterstützung zusammenzubekommen. „Jetzt bin ich hier. Das war mein erster Flug, ich war zum ersten Mal im Ausland, verließ zum ersten Mal meinen Kontinent.“

„Ich bin viel gewachsen“, meint sie. „Jetzt kann ich mit meiner Familie offen über das Evangelium reden. Das habe ich bereits bei meinem Vater gemacht. Ich habe ihm in einfachen Worten das Evangelium erklärt und ihm gesagt: „Jetzt weißt du, was ich mache. Danke, dass du mich mit deiner Liebe unterstützt und ich deshalb Hoffnung weitergeben darf. Kann ich diese Hoffnung auch mit dir teilen?“

Als ihr Vater zustimmte, sagte Melisa ihm, dass Jesus für ihn am Kreuz gestorben ist, und dass er uns von der Sünde rettet, wenn wir an ihn glauben. Nach dem Gespräch mit seiner Tochter ging Melisas Vater zu einem Pastor und stellte ihm weitere Fragen über den christlichen Glauben. Er betete, bat Jesus um Rettung, und als der Pastor Melisa das mailte, konnte sie es kaum glauben.

Im Rückblick auf ihre Zeit auf dem Schiff und die Anfangszeit im Verpflegungsteam berichtet Melisa „Ich erinnere mich an die Liebe, die Demut, das Durchhaltevermögen und die Geduld – alles Früchte des Heiligen Geistes. Anfangs dachte ich, die Leute um mich herum spielen mir das nur vor, das ist nicht echt und sie machen mir etwas vor. Aber als ich erkannte, dass die Leute den ganzen Tag und jeden Tag diese Einstellung haben, dachte ich: „Das muss echt sein.“ Ich habe hier Gottes Liebe erlebt und sie ist so rein!“

„Jetzt kann ich meine Identität auch außerhalb des Schiffes ausleben, nicht nur hier“, sagt Melisa. „Und ich bin zu einer leidenschaftlichen Jesus-Nachfolgerin geworden.“ Sie gebraucht das Bild des Vogels aus dem Bericht von Noahs Arche, der mit einem Olivenzweig zurückkehr. Melisa glaubt, dass sie das auch tun kann, wenn sie nachhause zurückkehrt mit der Botschaft, die sie weitergeben will.