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Mission erfüllt!?

May 18, 2020

„Anfangs verstand ich nicht, warum wir Gemeinden besuchten, da die Menschen dort bereits Christen sind“, erzählt Margot Pira aus Frankreich. „Aber ich merkte, dass wir die zwei Milliarden Menschen, die noch nichts von Jesus wissen, nur dann erreichen können, wenn wir Christen für Mission mobilisieren.“

Die letzten beiden Jahre befand sich das OM-Schiff Logos Hope, zu deren Besatzung Margot Pira gehört, in Lateinamerika. Die 400-köpfige Mannschaft aus 60 Ländern bot dabei nicht nur im größten schwimmenden Buchladen der Welt gute Literatur zu erschwinglichen Preisen an, sondern gab auch Wissen, Hilfe und die Hoffnung in Jesus durch Veranstaltungen an Bord und Einsätze an Land weiter.

Von Anfang 2018 bis Ende 2019 gingen in elf Ländern Lateinamerikas über zwei Millionen Menschen die Gangway hinauf: Einzelpersonen und Familien, Gemeindegruppen und junge Straftäter, Werftarbeiter, Bürgermeister und Obdachlose. „Wir beten, dass jeder Einzelne von der Begegnung mit uns und dem Gott, dem wir dienen, angesprochen wurde“, sagt Seelan Govender, Direktor von OM Ships International.

Im Fokus stand dabei die Mobilisierung für die am wenigsten Erreichten und Mission vor der eigenen Haustür und weltweit. Gemeinsam mit Partnerorganisationen und OM in Lateinamerika führte die Logos Hope dabei eine Initiative an, die innerhalb eines Jahrzehnts 2000 lateinamerikanische Christen für Mission begeistern soll.

„Bevor das Schiff kam, waren meine Frau und ich das Team“, erzählt José Cárdenas, der seit vier Jahren das OM-Büro in Panama leitet. „Der einmonatige Besuch der Logos Hope hat uns geholfen, Schwung in die Sache zu bringen. Jetzt arbeiten zehn Personen mit uns zusammen, um die Panamaer für die Mission unter den am wenigsten Erreichten zu mobilisieren.“

Durch eine Veranstaltung an Bord der Logos Hope bestätigte Gott einem kolumbianischen Ehepaar, dass er sie zum Dienst in Nordafrika berufen hat. Trotz mangelnder Ressourcen in der Gemeinde war es für ihren Pastor eine Ehre, das Ehepaar als erste Missionare der Gemeinde auszusenden.

Roberto Façanha, der bis vor Kurzem die Arbeit von OM in Lateinamerika koordinierte, vergleicht die Reaktionen des Logos Hope-Besuches auf seinem Kontinent mit Lukas 5,7. Dort bat Jesus die Jünger, noch einmal die Netze auszuwerfen, und sie fingen dann so viel, dass die Netze zerrissen. „Die Jünger mussten andere Fischerboote rufen, um ihnen mit den Netzen zu helfen“, erklärt Roberto Façanha. „Auch wir brauchen weitere Partnerorganisationen, die uns unterstützen.“

Als das Schiff von OM im November 2019 die Häfen Brasiliens ansteuerte, warb die Besatzung für die App des Joshua-Projekts, die zum Gebet für die am wenigsten erreichten Bevölkerungsgruppen der Welt ermutigt und darüber informiert. Die Download-Zahl der App aus Brasilien stieg um das Achtfache. Es war der erste Monat, in dem ein anderes Land als die USA die Gesamtliste der Downloads dieser App anführte.

In den beiden nicht immer einfachen, aber wirkungsvollen Jahren in Lateinamerika fragten über 13 000 lateinamerikanische Christen nach kurz- oder langfristigen Missionseinsätzen. OM-Mitarbeiter bearbeiten über 23 000 Anfragen zur Teilnahme am Missionsauftrag durch Gebet, Spenden oder Einsatzmöglichkeiten.

„Wir erleben jeden Tag in vielerlei Hinsicht ein Wunder: Der einzige Grund, warum es funktioniert, ist Gott“, erklärt Seelan Govender die Arbeit der Logos Hope. „Es gibt nichts Attraktives an uns, außer der Tatsache, dass junge Menschen zusammenkommen, um zu lernen, zu wachsen, zu lieben und einander zu vergeben. Sie verpflichten sich einer Mission, nämlich zu sehen, wie diese Welt durch unser Leben verändert wird, aufgrund dessen, wer Gott ist.“